Das Blechhuhn

P1150107Das Blechhuhn

Da steht es nun
ein blechern Huhn.
Hat nichts zu tun,
als nur zu ruhn.
Naiver Schmuck
vom Tucktucktuck.
Ist pflegeleicht,
hin und wieder reicht
ein wenig Lack
und zick und zack
ist alles wieder bunt
bis auf den Grund.
Doch streicht man nie
das Federvieh –
spart sich die Kosten
beginnt`s zu rosten.
Erst kleine Flecken
in feuchten Ecken.
Es blättert ab
der Farbbelag.
Bald ist der Leib
vom Hühnerweib
fast gänzlich braun
nur anzuschauen.
Im Regen wächst der Rost,
der in das Eisen sprosst.
Ein erstes Loch
dann noch und noch
erscheint.
Der Vogel aber weint
nicht über diese Not.
Er ist und bleibt von Anfang tot.
Das Wetter ihn auffrisst,
dass er bald ganz vergisst,
was er einmal doch war
vor mehr als einem Jahr.
Schrott ist der Rest
vom Rostefest.
Im Garten
da warten
noch viele
Schmuckwerkspiele –
Dekoeisenteile
so eine Weile
auf ihren Rostabrieb.
Der Wetterdieb
holt seine Beute
auch wieder heute.
Noch ist mein Blechhuhn schön
anzusehen.
Ist es ein Trost
dieser Rost?
Das Huhn es bräunt.
Das Wetter streunt
um die Figur.
Was bleibt denn nur
von diesem Tier
am Ende hier?

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