Ackerwinde

P1150367Ackerwinde

Ich finde
die Ackerwinde
gelinde ausgedrückt –
aber ehrlich –
gartenentbehrlich.
Ganz aus dem Boden gepflückt,
das ist kaum jemandem geglückt.
Bleibt nur ein kleinster Wurzelrest
dann kommt die Pest
frech wieder zurück
sucht sein Glück
rankend und windend
dabei immer wieder findend
eine Pflanze als Klettergerüst
die umklammert sie würgend dann fest.
Die Winde wächst wieselschnell.
Ganz oben ist es schön hell.
Einen Platz an der Sonne
spendet viel Wonne.
Die umwundene Pflanze
hat kaum noch die Chance,
sich zu entfalten.
Die Windenblätter halten
sie ziemlich gefangen
in allen Belangen.
Zierliches wird nieder gerungen –
Aufstrebendes zu Boden gezwungen.
Die Winde klettert über alles hinweg.
Jedes Mittel wird ihr zum Zweck.
So entstehen verwobene Nester.
Sie werden nach jedem Tag fester.
Die Winde fesselt manchen Trieb,
der fortan nur kümmerlich blieb.
Im Garten bleibt die Winde gehasst
als unwillkommener Gast.
Sie stiftet alles andere als Frieden.
Deshalb wird sie gemieden.
In freier Natur am Wegesrand
da bleibt sie selten unbekannt.
Jetzt, wo der Sommer langsam geht,
sie leuchtend weiß in Blüte steht.
Sie geizt mit Nektar hier nicht sehr,
hat somit reichlich Flugverkehr.
Hier darf die Winde sich entfalten –
braucht sich an Regeln nicht zu halten.
Der Acker bleibt für sie tabu.
Schnell kommt ein Herbizid dazu.
Im Garten reißt man ihre Ranken,
hält sie damit etwas in Schranken.
Wer Giersch und Winde beides hat,
der weiß am Ende wenig Rat.
Sieger bleibt stets die Wurzelbrut
ganz gleich
wie viel man dagegen tut.

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