Fluorit

p1150968Fluorit

Das Nachmittagsoktoberlicht
sich flach im Fluorite bricht.
Die späte Sonne illuminiert,
dass Kristallines toll brilliert.
Wie schön war dieser Tag doch heut:
der Himmel blau, dass es uns freut.
Letzte Libellen schießen wild.
Sie stören fast vom Herbst das Bild.
Ich ließ die Wärme auf mich strahlen,
die keine Rötung mir mehr malen.
Marienkäfer sonnten sich
in Massen noch im warmen Licht.
Als dann die Sonne tiefer stand,
tanzten Fliegen, Mücken unbekannt
durch laue Lüfte ganz beschwingt,
als ob Natur für sie nur singt.
Wie Glühwürmchen strahlten sie mich an.
Der Tag blieb schön, wie er begann.
Die letzte Flut am Horizont
hat meinen Fluorit durchsonnt.
So leuchtend war sein Violett noch nie
ein Zauberberg der Mineralogie.
Dies Schauspiel war zeitlich beschränkt.
Helios bald nicht mehr Helles lenkt
auf diesen gläsernen Kristall.
Sein Glanz erlischt im Sonnenfall.
Wie schön war dieser Augenblick –
wann kommt er so zu mir zurück?

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