Fladenmetamorphose

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Als Plenter fiel er auf die Weide
so ganz nach unserer Kühe Art.
Nähe zum Fladen ich vermeide.
Solch Exkrement Interesse spart.
An Sommertagen tausend Fliegen
bedienen sich am braunen Brei.
Sie können kaum genügend kriegen.
Die ersten Fladen gibt´s im Mai.
Heut überrascht mich dieser Haufen.
Er trägt ein Silberhaartoupet.
Die Strähnen kreuz und quer verlaufen
Vom Fladen kaum ich noch was seh.
Der Haufen Kot ein Garten Eden
hier quirlen Pilze im Rekord.
Ein zartes Meer von Hyphenfäden
überzieht charmant den dumpfen Ort.
Die Pilzfrisur scheint wild wie zart.
Man meint, es läge erster Schnee.
Doch Winter ist noch nicht am Start,
wenn ich auf weichen Boden geh.
Pilze verändern rasch dies Bild
Der Fladen träumt im neuen Gesicht.
Ist Abbauhunger dann gestillt,
die Kolonie in sich zerbricht.
Ein paar der welken Birkenblätter
haben sich mit Pilzgeflecht vereint.
Als Kombi wirkt das auch viel netter –
wenn dann auch noch die Sonne scheint.

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