Eisrosen

p1140434Eisrosen

Voller Optimismus sind noch die Rosen
nicht so empfindlich wie die Mimosen.
Selbst wenn der November trauernd geht,
so manche Rose noch im Blütenfeuer steht.
Sogar einige Knospen, die Zeit noch brauchen,
wollen aus ihren duftigen Mund
noch Sinnliches hauchen.
Hält sich der späte Herbst mit Kälte zurück,
gibt es vor Weihnachten rosafarbenes Glück.
Letzte Nacht,
da hat der Winter einen kurzen Abstecher gemacht.
Die schirmenden Wolken
am Himmel auseinandergebracht.
So fiel viel Kälte auf Wiese, Feld und Garten.
Im frostigen Hauche die Blumen erstarrten.
Wie von Zauberhand wuchsen kristallene Spitzen.
Sie wollten auf Stängeln, Blättern und Blüten sitzen.
Auch sah ich Stäbe, kleine gläserne Schwerter.
Je kälter die Nacht, wird das Eis um so härter.
Am Rosenstrauche ganz nah am Zaun
da gab es Wundersames anzuschaun.
Das zarte Rot im Blütenblätterrund
war eisgläsern gefroren und dennoch noch bunt.
Als Eisrose erschien sie nun zerbrechlich wie schön.
Ihr Reifbehang glich funkelnd einem Diadem.
Die Blüte war beileibe nicht gänzlich erfroren.
Auch hatte sie an Anmut wohl gar nichts verloren.
Im Eiseskleid steckten funkelnd Brillanten,
die in der Morgenröte lichterloh brannten.
Eine Stunde später war das Schauspiel vorbei.
Die Rose erfand ihren Alltag dann neu.
Der Eisesschmuck tropfte auf den Boden nieder.
Vielleicht kommt der Zauber demnächst ja schon wieder?

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