Schwaden

p1170632Schwaden

Wie aus dem Nichts schwebt Nebel ein –
Tröpfchen so dicht und ultrafein.
Im Wiesengrund hängt Silberband
von Abendkühle aufgespannt.
Am Horizont versinkt viel Röte.
Der Sonnenball kriegt Abstiegsnöte
zeichnet Silhouetten, Baumgestelle
am Horizont mit Wolkenwelle.
Das Nebelband schwillt in die Breite
greift dabei zärtlich in die Weite,
verliert sich bald im Abendgrau.
Sein Ende sehe ich nicht genau.
Verschwunden all die Sonnenglut,
wenn Nebel sich vermählen tut
mit dem so feuchten Wiesengras.
Die nahe Welt trieft feucht und nass.
Was gerade wie im Film ablief –
die Augen zwanghaft offen rief,
erstirbt nun rasch in Dunkelheit.
Nur schwarzer Nebel macht sich breit.
Das helle Band im roten Licht
löst sich in meinem Kopfe nicht.
So bleibt in mir noch die Illusion.
Kopfnebel schwächt den Farbenton.
Der Schwadenzauber rückt nun ab,
was ich dabei empfunden hab,
verinnerlicht sich irgendwo.
Das ist und bleibt wohl sowieso.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: