Taubengrau vor himmelblau

Taubengrau vor himmelblau

Im Gingkobaum noch blätterlos
landet ein Taubentier.
Sofort ist mein Interesse groß.
Was will der Vogel hier?
Er sucht sich einen Ruheplatz
will seine Federn putzen.
Die Pflege fern von jeder Katz
soll ganz dem Äußren nutzen.
Der Schnabel zupft in einem fort
gräbt tief im Federnkleid.
Das ganze gleicht fast frühem Sport –
oder doch Eitelkeit?
Bald brütet sie im krummen Baum.
Der Taubenvater gurrt.
Manch Mensch mag Tauben eher kaum –
verhindert die Geburt.
Touristen füttern Tauben gern.
Kommunen sie vergrämen.
Brieftauben kommen oft von fern.
Sie lassen sich gar zähmen.
Wer Hochzeit feiert, lässt sie fliegen.
Das Glück ist scheinbar vogelfrei.
Die Taube zeichnet für den Frieden.
Picasso malt ihr Konterfei.
Die heut im Baum macht sich nur schön.
Denn sauber blau ist dieser Tag.
Ich darf sie dabei ruhig sehn –
so lange wie ich mag.

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