Wintergerstenährenmeer

Wintergerstenährenmeer

In der warmen Juniluft
wiegen sich die Gerstenähren.
Ihre Blüten ohne viel Duft
nur der Wind hilft beim Vermehren.
Pollenwolken bringen morgen
all den Blüten später Korn.
Reiche Ernte nimmt die Sorgen
wenig Scheffel bringt oft Zorn.
Auf dem Feld reift nur noch Gerste
Kornblume, Mohn sind ackerfern.
Für den Landwirt gilt das Erste
Unkräuter früh abzuwehrn.
Drei Hektar: nur eine Pflanze
Auch der Tierwelt geht es schlecht.
Schnecke, Wurm, Käfer und Wanze
verlieren hier ihr Lebensrecht.

Wenn die Ähren sich weich wiegen
sieht es aus, als wäre alles gut.
Überall Probleme liegen
Dieser Anblick schürt kaum Wut.
Man gewöhnt sich an das Schlimme
an die Landschaftskriminalität,
Jede warnend laute Stimme
in der Ernte untergeht.
Glyphosat als Krautbefreier
Gülle für das fette Korn
Schmetterling legt nirgends Eier
Jedes Jahr beginnt`s von vorn.
Aus der Gerste wird bald Futterbrei
trifft auf Soja fernster Länder
hilft dann in der Mästerei
Schweinen dort als Futterspender.
Naturlieblos war das Gerstenfeld
die Schweinemast artungerecht.
Landwirtschaft regiert vom Geld
ist schlimmer noch als schlecht.

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