Ein Sommernachtstraum

Ein Sommernachtstraum

Heute liegt ein Sommernachtstraum
am späten Abend weit im Raum.
Der Tag, an dem der Regen kam,
blieb abgekühlt noch wohlig warm.
Der Boden nahm die Feuchte gern.
Die letzten Tropfen waren so fern.
Nun steigt der Nebel aus den Weiden
Die Kühe sich mit Schwaden kleiden.
Nachtfalter sind gerade aufgewacht.
Es liegt Besonders in der Nacht.
Aus Gerstenfeld im letzten Licht
ein wunderbares Gold erbricht.
Über dem Ährenmeer schwebt Dunst
als decke Christo traumhaft Kunst.
Vor diesen weißen Nebelstreifen
zwei Fledermäuse lautlos schweifen.
Amselsolisten flöten polyphon
Melodienreigen Ton für Ton.
Im Wäldchen, wo der Weg stets endet,
ein Glühwürmchen ein Zeichen sendet.
Dem Käfer bleibt nur wenig Zeit-
zum Liebestod ist er bereit.
Ein leichter Hauch lässt Blätter singen.
Die Tropfen, die im Baum noch hingen,
fallen gemeinsam auf den Grund,
befeuchten dort den Erdenmund.
Fast ist der Himmel wolkenlos.
Vom runden Mond da sieht man bloß
die dünnste Sichel sonnenerhellt,
weil sich die Welt dazwischen stellt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: