Nach dem Sonnenuntergang

Nach dem Sonnenuntergang

Der Feuerrand der Sonnenscheibe
sucht sinkend eine neue Bleibe.
Am Horizont schwindet viel Glut
Äther verliert minütlich Blut.
Solch Untergang wirkt wie ein Ende –
als gäbe es nunmehr die Wende.
Der Tag verliert sein Sonnenlicht.
Zum Dunklen letztes Rot zerbricht.
Am Himmel treiben Wolkenketten
als ob sie keine Heimat hätten.
Gemächlich ist heut ihre Flucht.
Doch jede wohl das Weite sucht.
Zur Ruhe kommt hier diese Welt,
nur Mondenlicht bescheiden fällt
auf schlafend Feld und schwarzen Wald,
wo nur der Eulenruf mal hallt.
Ich lege auch Gedanken nieder
spüre das Müde meiner Glieder.
Lass das Geschehen traumhaft ziehen.
Jeder Tag vom Leben ist geliehen.
Heute Abend fühle ich die Zeit
bin für mehr Tiefe wohl bereit.
Doch meistens treib ich unbestimmt.
Der ewige Alltag mir oft nimmt
den Blick für die Besonderheiten,
die mich doch überall begleiten.
Manchmal reicht etwas Abendlicht,
dass Inneres mir lauter spricht.

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