Mineralienverzauberung

Mineralienverzauberung

Totes Gestein kann nur wenig erregen.
Lebendige Materie spricht Fühlendes an.
Wenn sich Elemente ordnend verlegen,
wachsen Minerale zu Ewigem heran.
Manches Ergebnis zeigt Langeweile in Grau.
Silbersand spiegelt gar Farben ins Leer.
Doch wenn ich ihn im Sonnenlichte beschau,
strahlt er brillantweiß – neben dem blauen Meer.
Jeglicher Farbton, der Blüten reich schmückt,
den find ich verfestigt herrlich im Stein.
Was der Natur in Mineralien so glückt,
will manchmal bunter als bunt nur sein.
Schwefelkristalle strahlen gelb, Rubine tiefrot
Malachite schimmern grün, Azurit leuchtet blau.
Was sich mir auf mancherlei Gesteinen bot,
ist Zauber an Farbkraft – wie muttergesteingrau.
Citrin, Turmalin, Aquamarin, Rhodochrosit
Fluorit, Aragonit, Amethyst, Labradorit
Ich lass sogleich diese Aufzählerei.
Jede Farbe ist anders wie die Blumen im Mai.
Warum zeigen Steine ein so buntes Gesicht?
Sie locken keine Bienen, Schmetterlinge erst nicht.
Bunte Kristalle können erstrahlen, so richtig funkeln.
Doch sie harren im Verborgenen – manchmal tief im Berg.
Bis man sie findet, bleiben sie lange im Dunklen.
Die Mineralienverzauberung war heimlich am Werk.

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