Ein später Sommergruß

Ein später Sommergruß

Ein Sonntagswetter wie im Buche
treibt mich heraus bald auf der Suche
nach etwas, was die Seele küsst
nach schönem Flair, das ich vermisst.
So herbstlich waren letzte Tage
frühmorgens stets eine neue Lage
von welkem Laub breit ausgestreut –
was meine Sinne wenig freut.
Zwei Tage ist der Herbst nun alt.
Nächtlicher Tau macht Gräser kalt.
Natur schläft länger, steht später auf.
Kürzer wird der Tageslauf.
Mich zieht es heut zum Teiche hin.
Der zeigt zur Zeit das meiste Grün.
Doch gelbe Farben, braune Töne
vermindern etwas hier das schöne
Bild der Jugend aus dem Wonnenmai.
Der Gipfel der Lebensfreude scheint vorbei.
Zwei Seerosenblüten in elegantester Pracht
haben ihrer Gesichter freudig aufgemacht.
Sie sind an Anmut für heute das Maß.
Im Blütenbecher eine Fliege saß.
Ihr gehörte diese Blume – sie genoss den Duft.
Eine Mosaikjungfer tanzte beschwingt durch die Luft.
Auch meine Augen wollen länger verweilen.
Die Blüte will mit mir das Sonnenlicht teilen.
So fühl ich ganz nah diesen Sommergruß,
weiß, dass ich Abschied nehmen muss,
fast wieder ein Jahr, bis der Teich grün erwacht
und eine Seerose ins Herz mir tief lacht

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