Oktoberfest

Oktoberfest

Den Garten im Oktober zu sehen,
ist widersprüchlich hässlich schön.
Hier lacht ein Meer asternviolett –
dort ertrinke ich im Falllaubbett.
Heut zeigt sich bunt ein Schmetterling
rollt aus sein rüsselhaftes Ding,
um letzten Nektar süß zu schlürfen.
Die reifen Äpfel ja sie dürfen
am Zweige nicht mehr länger hängen.
Denn Vogelschnäbel sie bedrängen.
Bald liegt die Frucht fies angepickt.
Wenn sie am Boden reglos liegt,
dann fault der Rest bald über Nacht.
Die letzte Rose freundlich lacht,
weil sie die Sonne so sehr liebt,
die spät im Jahr ihr Bestes gibt.
Hier blüht erneut der Rittersporn.
als begänn der Sommer noch von vorn.
Daneben hängen Blüten braun.
Ganz trostlos sind sie anzuschaun.
Aufblühen hier – Absterben da
der Winter fern oder sehr nah.
Der Oktober steckt noch voller Lust
und liefert zugleich viel Abschiedsfrust.
Das Pfauenauge in der Sonne
ist wie die späte Liebeswonne.
Die welken Blätter faulgefährdet
die gute Laune wieder erdet.
Noch bleibt der Garten blütenfroh.
Der Nachtfrost kommt ja sowieso.
Dann endet das Oktoberfest,
das uns noch vieles Buntes lässt.

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