Hirschzungenvermehrung

Hirschzungenvermehrung

Unter vielen großen Bäumen,
die das Wachstum sichtlich zäumen,
liegt ein Schattenreich der Pflanzen.
Viele Farne haben Chancen
ihre Blätter zu entfalten
und die Schicht hier zu gestalten.
Mancher Farn wird fast zur Plage.
Denn sein Dickichtwuchsgehabe
macht den Wald zum Sperrgebiet.
Kaum einer noch Wege zieht.
Blüten kennen Farne nicht.
Ihr Geheimnis kommt ans Licht,
wenn wir ihre Blätter drehen
und auf braune Massen sehen.
Was uns da ins Auge sticht,
man als Sporen wohl anspricht.
Dieser Farn zeigt viele Streifen,
die zum Herbst hin ziemlich reifen.
Fast unendlich viele Sporen
gehen jedem Blatt verloren,
dass der Farn den Boden deckt,
Blätter in die Höhe reckt.

Auch im Garten hat der Farn
mancher Ecke gut getan.
Wo die Sonne abgeschirmt,
mancher Farn sein Glück probiert.
Hirschzunge wird dieser genannt –
wer diesen Vergleich einmal erfand –
das konnte ich bislang nicht finden.
Der Glanz des Blattes mag verbinden
mit dem, womit der Hirsch so leckt
und meistens feucht im Maule steckt.
Herbstsonne schien jetzt durch ein Blatt.
Die Sporen zeichneten sich ab.
Das schaute ich mir näher an.
Die Üppigkeit ja die gewann
größeres Interesse bald bei mir
ganz eng verbunden waren wir.
Mein Staunen blieb noch lange groß.
Der ganze Farn war plötzlich Schoß,
der sich der Welterkundung stellt.
Seine Sporen bleiben ungezählt.

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