In sich kehren

In sich kehren

Ganz in sich kehren,
dort Gedankenwelten mehren
Augen schließen
Dunkelheit genießen –
wenn der Blick nach innen geht,
Perspektive sich verdreht,
schaut der Geist in eine Welt,
die aus Tiefen sich erzählt.
Ganz versunken, ausgeblendet
wird aus dir heraus gesendet.
Bilder rauschen irreal,
Denkideen ohne Zahl
schießen durch fast wie Kometen.
Innen sinnen gleicht fast beten.
Einkehr drängt zur Spurensuche.
Gläsern lesen wie im Buche,
das das Licht des Tages schließt.
Wenn du angekommen bist,
schwebst du fast in andren Sphären.
Solche Phasen aber währen
länger kaum als grad der Nu.
Augenblicklich wirst dann du
in die Welt zurück geschickt,
die nach eignen Regeln tickt.
Oft schließ ich das Lid der Augen –
will aus Innerem tief saugen.
Bleibt offen, außen doch mein Blick,
flieht manch Gedanke schnell zurück.
In sich kehren- ist das mehr Traum?
Bin ich in einem anderen Raum?
Ich werde Welten innig mischen.
Grenzen dabei soweit verwischen,
dass meine zweigeteilte Welt
im Wesen mich zusammenhält.

Der Buddha ebenholzgeschnitzt
in sich versunken hier nun sitzt.
Er gilt als weise, hell erwacht.
Doch was er hier mit sich so macht,
zeigt nicht die Wachheit aller Geiste.
Wohin die Gottheit hin wohl reiste,
lässt dieses Kunstwerk ziemlich offen.
Mich hat sein Ausdruck tief getroffen.

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