Schäbige Zeiten

Schäbige Zeiten

Auf dem Pflaster vorm Restaurant –
der Name sei hier nicht genannt –
da trippelte mit flotten Beinen
eine Küchenschabe zwischen den Steinen.
Sie war recht groß, goldbraun getönt
wurde – ich glaube – gut verwöhnt.
Es reihten sich Speisegaststätten
an dieser Stelle gar zu Ketten.
Überall fand sie etwas zu fressen.
So mancher Krümel, der vergessen,
ernährt die Kakerlaken gut.
Das macht für Nachwuchs täglich Mut.
Ich mach ein Bild von diesem Tier.
Das fördert plötzlich die Neugier.
Eine alte Frau mit Enkelkind
engste Betrachter mit mir sind.
Die muntere Schabe wechselt das Lokal.
Sie hat ja eine große Auswahl –
besucht bestimmt hier die Verwandten-
hat Onkel viel und noch mehr Tanten.
Alle sind gesund und wohl ernährt.
Das Glück das ihnen widerfährt,
das danken sie mit Lebensfreude
in jedem dieser Gastgebäude.

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