Algarve

Algarve

Kalkiges Gestein im Clinch mit dem Meer
bringt phänomenalen Küstenzauber her.
Ewiglich frisst sich hier Wellenkraft
tief in die Felsen, bis sie es schafft,
diese zu höhlen und gänzlich zu bohren,
Grotten zu bauen mit riesigen Toren.
Als hätte der Atlantik Orakel gebaut
Mystisch, fast heilig manch Höhle ausschaut.
Türkisblaues Wasser schwappt unentwegt,
brandet an die Wände, bis es sich zerlegt
in sanftere Wellen, die die Seiten berühren,
um hier nur zu weicheren Formen zu führen.
Zerlegter Felsen zertrümmert zu Sand.
Ich beuge mich nieder und streichle den Strand.
Zerschundene Felsen durch Gezeiten geprägt
hat weiches Wasser schroff hier zersägt.
Ein Boot bringt Besucher in diese Kulissen.
Die Fährleute für jeden der Felsen wissen,
an was der erinnert in seiner Gestalt –
mal an King Kong, an einen Adlerkopf bald.
So entsteht eine Welt fantasievoller Brocken
Elefanten, Kamele versteinert hier hocken.
Die Algarveküste wechselt zwischen sanft und wild.
Es ändert sich jäh oft das Erscheinungsbild.
Silbrige Möwen gleiten elegant durch die Luft.
Unverkennbar strömt aus dem Meere der Duft,
der sich nur schwer in Worte ausdrücken lässt.
Was das Wellenmeer in die Atmosphäre frei lässt,
das riecht nach Algen, Salz und auch Fisch.
Die Wucht der Fluten macht alles stets frisch.
Das Wasser nagt weiter an den Küstengestalten.
Emsig feilt es am Stein in Ritzen und Spalten.
Mit jeder Welle kommt neue Kraft dann zurück,
verändert die Küste, kaut Stein Stück für Stück.

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