Ein Tongesicht

Ein Tongesicht

Ein Tongesicht,
das Bände spricht:
fein ist es nicht.
Ein alter Kopf,
sein Haaresschopf
ist weit gelichtet.
Falten geschichtet
formen die Stirn.
Das Werk ohne Hirn
wirkt nachdenklich :
interpretiere ich
den versunkenen Blick
nur ein Stück.
Wie menschennah,
wie gestaltbar
ist so ein Klumpen Ton.
Einige Eindrücke schon
lassen Gefühle erwecken.
In der Kunst stecken
ungeahnte Visionen.
In dieser Gestalt wohnen
Bilder der Schaffenskunst.
Mit Inbrunst
entsteht Wesenhaftes.
Der Künstler schafft es,
Ausdruck zu finden.
Assoziationen zu zünden.
Aus amorphem Ton
wird ein Menschensohn:
alt und müde im Blick
Es braucht viel Geschick,
so etwas zu entfalten.
Ich schreibe ein paar Spalten
der Bewunderung,
der Achtung
an eine unbekannte Person,
die schuf
diesen alten Mann aus Ton.

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