Im Spiegel

Im Spiegel

Der Weidenstumpf schräg abgesägt
bietet mir etwas Platz.
Die Sorgen hab ich abgelegt.
Ich pfeife wie ein Spatz.
Das Wasser spiegelt mein Gesicht
zerfließt in kleinste Wellen.
Wo eins der Mückenbeine sticht,
beginnt mein Bild zu quellen.
Gedanken sinken auf den Grund.
suchen dort alte Träume.
Erinnerung malt sie spät bunt.
Es rauschen Kindheitsbäume.
Die Sonne strahlt ihr hellstes Licht,
bis Wasser schleudert Feuer.
Der Augenblick im Nu zerbricht.
Dafür erscheint ein neuer.
Der kurze Spiegelbilderlauf
wird flüchtend kaum gelesen.
Manch Früheres flackert wild auf
und ist doch längst gewesen.
Ich schüttel mich und werde wach
trenn mich von tiefen Zeiten.
Kehre zurück so nach und nach
in die Gegebenheiten.
Ein Spiegel reflektiert dich nur –
unfassbar seine Bilder.
Im Dunklen fehlt dann jede Spur –
es sei, des Mondes Silber
bestrahlt die Nacht
und macht den Teich
zu einem Spiegelfenster.
Das Sichtbare bleibt vornehm bleich
erinnert an Gespenster.

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