Hufeisenwirbler

Hufeisenwirbler

Ruhig schwimmt ein Rosenblatt
sonnt sich auf dem Altarmweiher.
Oberfläche glänzt, ist glatt
unten kleben Schneckeneier.
Zwischen all den Laichgelegen
hängt ein seltsam zartes Tier,
will sich weich und sanft bewegen.
Alles wird zur Schönheit hier.

Feine Fäden bilden Kränze
spielen als Tentakel mit,
zeigen leichte Schwebetänze
Moostierchen im Wiegeschritt.
Ständig wirbeln Wimpernbänder
Wasser strömt durch sie heran,
wird dabei zum Nahrungsspender,
Algen zieht es in den Bann.

Wenn Krebse Tentakel rammen,
oder Wimpern grad berührn,
zieht das Tier sich ganz zusammen.
Feinste Nerven alles spürn.
Und es dauert eine Weile,
bis die Krone neu erstrahlt.
Anmut meidet jede Eile.
Vorsicht macht sich oft bezahlt.

Mosstiergrazien faszinieren,
bleiben häufig unentdeckt.
Eleganz darf hier brillieren
Ihre Zartheit fast erschreckt.

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Ein Kommentar zu “Hufeisenwirbler

  1. danke … wunderschöne als Verse gesetzte Erzählung …
    so lese ich es gerne
    herzlich sonnige Grüße … die zuzaly 🙂

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