Heimkehrer

Heimkehrer

Herrlich milder Frühlingsabend
kurz nach Ostern im April.
Stundenlang im Garten grabend
Möhren säend und auch Dill.
Gartenarbeit weckt Gefühle,
hebt das Herz in frischem Takt.
Wie ich in der Erde wühle,
hab ich Sorgen abgehakt.

Abends in der Dämmrungs Mitte
kehr ich an den Ort zurück.
Lenke meine müden Schritte
in mein kleines Gartenstück.
An dem Teich da bleib ich stehen.
Dottergelbe Blütenpracht
kann ich in dem Spiegel sehen –
sag den Blumen „Gute Nacht“.

Plötzlich huscht ein dunkler Flieger
zick und zackig flatterhaft
bleibt als Jäger meistens Sieger
fängt die Motte wie den Haft.
Fledermäuschen bist du`s wieder,
kreist du endlos flink umher.
Zwischen Rotdorn, blauem Flieder
lockt das Wasser dich doch sehr.

Ob wir uns vielleicht wohl kennen?
Denn du flogst fast jede Nacht.
Nur dein Schlaf konnte uns trennen –
hat den Winter lang gemacht.
Heute kurvst du ausgelassen
durch den Garten, um den Teich.
Glücklich kann ich es kaum fassen.
Fledermäuschen macht mich reich.

Heimgekehrt sind auch die Frösche
suchen gern die Sonnenwonnen.
In ihrer grünen Hochzeitswäsche
hat das Werben längst begonnen.
Ihre Rückkehr war ganz leicht
Vom Schlammboden gut ein Meter
schon ist ein Seerosenblatt erreicht
Bald schon hör ich Quakgezeter.
Denn die Ruhe ist vorbei.
Noch vieles andere kehrt zurück.
Bald im frühlingsbunten Mai
wird gefeiert Kinderglück.

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