Überall nun Aufbruchstimmung

Überall nun Aufbruchstimmung

Es ist nun Zeit für Explosionen.
Nichts will mehr abgrundtief noch wohnen.
Am Schlehenzweig da springen heut
die ersten Blüten auf. Das freut
die ausgehungerten Insekten,
die lang nicht mehr am Nektar leckten.
Gewaltig drückt aus dem Gemüsebeet
feuerrot, wie ihr im Bilde seht,
Rhabarber aus dem Erdenreich.
Ein zweites Blatt , das schlüpft sogleich.
Die Hülle kann den Druck noch halten.
Doch bald wird alles sich entfalten.
Hülsen platzen, wohin ich schau.
Am Birnbaum kommt der Supergau.
In ein paar Tagen schießt das Weiß
unzählig oft aus jedem Reis.
Selbst im Boden bricht Dynamik los:
Was seh ich jeden Morgen bloß
an neuen maulgeworfenen Haufen.
Ich könnte mir die Haare raufen.
Das sind gottlob nicht mehr so viel.
Das Buddeln hat ein klares Ziel:
Dem Regenwurm gelten die Interessen,
die möchte der Maulwurf reichlich essen.
Die Würmer selbst sind auch aktiv.
Sie hockten wintertags eher tief.
Nun sieht man wieder ihren Kot
in Schleifen aufgetürmt als Schlot.
Da darf ich selbst nicht sitzen bleiben.
Von all dem bunte Verse schreiben,
da wird der Garten selten schön.
Drum heißt es nun, nach draußen gehn.

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