Der gefleckte Walzenskink

Der gefleckte Walzenskink

Den Frühling auf einer fernen Insel erleben,
das kann soviel Neues am Wegrande geben.
Die letzten Tage war mein Blick zum Boden gerichtet.
Überall wurde von mir ganz Unbekanntes gesichtet.
Kaum eine Pflanze konnte ich sofort benennen.
Woher sollte ich sie auch nur kennen?
Erstmals lief ich heute und hier ja umher.
Jede Art von Diagnose fiel mir schwer.
Die ausgetauschte Pflanzenwelt war die eine Seite.
Auch die Analyse der Tierfauna führte zur Pleite.
Dort war ich zwar näher an der Identifikation dran.
Aber Genaueres über die Arten verschob ich auf irgendwann.

Ein Tier hat mein besonderes Interesse doch geweckt.
Eigentlich lebt es scheu und im Steinreich versteckt.
In einer Trockenmauer von der Sonne warm geküsst
haben wir uns auf Malta erstmals begrüßt.
Eine Schlange war es nicht – auch eine Eidechse sieht anders aus.
Bei dem Anblick des glänzend dicken Dings war ich ganz aus dem Haus.
Heimgekehrt und lexikalisch recherchiert
das Reptil seine Geheimniskeit dann doch verliert.
Ein gefleckter Walzenskink war das hübschhässliche Tier
An meinem 70.ten war es als Gratulant ganz nahe bei mir.
Sonst ist solch ein Wesen enorm menschenscheu.
Doch an diesem besonderen Tag waren wir beide uns neu.
Noch vieles andere ist mir auf dem langen Weg noch begegnet.
Ich fühlte mich naturbeschenkt und so reichlich gesegnet.

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