Eigenheim aus Pappmache

Eigenheim aus Pappmache

Viele Wespenarten wie Hornissen
alle bestens Bescheid wissen,
wie sie ein Nest bauen aus grauem Holz
Ein Eigenheim ist bald ihr Stolz.
Vom Weidenpfahl, vom alten Brett
da nagen sie von früh bis spät
das alte blasse Holzgewebe.
Vom Speichel gibt’s dazu die Klebe.
Sie kauen alles zu feinem Brei.
Der Nestbau startet Anfang Mai.
Die Paste trocknet zu dünnem Papier.
Ein Wabenbauwerk entsteht bald hier.
Aus Pappmache wachsen die Wände.
Mundwerkzeuge sind die Hände,
die diese Masse dann aufschichten,
und dabei farbig uns berichten,
welches Holz die Wespe gerade wählte.
Denn jeder Farbton, der erzählte,
wo sie wohl ihr Material gewann.
Im Wabenanbau zeigte es sich dann.
Für die kleine Feldwespe im Bild
ist Brutzeit nun und deshalb gilt.
Jeden Tag wird etwas angebaut,
nach Kinderzimmern wird geschaut.
Das Nest wächst gut im Stein geschützt.
Die ersten Waben sind genützt.
Es kommen einige noch hinzu.
Im Frühjahr kennt man keine Ruh,
bis Jungwespen ins Freie fliegen
und Wabenwiegen leer da liegen.
Das Nest wird einmal nur bewohnt.
Für Nachmieter es sich nicht lohnt,
hier einzuziehen: denn dieses Heim
geht zwar nicht schnell so aus dem Leim.
Doch niemand putzt die Kinderzimmer.
Der letzte Schmutz bleibt hier für immer.
Jede Feldwespe baut ein frisches Nest
aus altem Holz speichelgenässt,
entstehen tolle, zarte Waben,
die alle Nachwuchs in sich haben.

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