Teicherwachen

Teicherwachen

Hauchfeine Nebel schweben
früh morgens um den Teich.
Wie Atemdünste kleben
sie an dem Wasser weich.

Den flatterhaften Binsen
hängt schwerer Tau am Blatt.
Auch auf den Wasserlinsen
sind Kugeltröpfchen satt.

Die grünen Frösche dösen
noch still am Teichesgrund.
Mit quakenden Getösen
wird laut die nächste Stund.

Ruhig weilt die Spiegelhaut.
Die Tänzer fehlen noch.
Erst wenn die Sonne richtig schaut,
beginnt der Reigen doch.

Beim Amsellied da flattert nun
die erste Großlibelle.
Die Wasserwanzen nicht mehr ruhn.
Sie kreisen auf der Stelle.

Bald lärmt dazu der Männerchor
und der der Junggesellen.
Den Fröschen in dem dichten Rohr
im Schall die Blasen quellen.

Gesumm, Gebrumm und Vogelsang
dazu laut Froschgezeter
es mischt sich nun so mancher Klang –
mal früher und mal später.

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