Wenn das Hechtkraut blüht

Wenn das Hechtkraut blüht

Wenn das Hechtkraut blüht,
im Gartensommer Herbstliches heranzieht.
Am Teich schwindet die Zahl der Seerosensonnen
Jeden Tag werden immer mehr Netze gesponnen.
Von den Bäumen fällt jetzt schon das erste Laub
Bienen finden immer weniger Blütenstaub.
Johannisbeeren funkeln seit Tagen rot.
Der Amselmagen kennt daher keinerlei Not.
Die Vögel mögen kaum noch Kirschen fressen.
Diese bleiben am Baum fast wie vergessen.
Das tägliche Froschkonzert wird öfter abgesagt.
Das Hochzeitsquaken scheint nicht mehr gefragt.
Den Schnecken ging es mal wochenlang schlecht.
Mit verschwundenem Regen kamen sie nicht zurecht.
Äpfel und Birnen wachsen nun täglich prächtig
Der Junifall war dieses Jahr ziemlich mächtig.
Unzählige Früchte landeten unreif auf der Erde,
damit sinkt die Last und es weicht so die Schwere.
In den Bäumen hängt leider noch immer viel zu viel.
Die traumhafte Blüte führte allzu oft an das Ziel.
Der Sommer ist gerade angefangen – der Juni er endet.
Im Garten sich vieles zum Herbst hin zuwendet.
Ich geh Kirschkerne fegen – der Weg ist versaut.
Nicht einmal die Hälfte vom Fruchtfleisch wurd verdaut.
Danach Klaräpfel sammeln, die die Made besucht.
Bei manch tiefem Bücken hab ich schon geflucht.

Doch wenn ich noch einmal das Hechtkraut betrachte
und nicht penibel auf die Pflanzenanatomie achte,
dann erscheinen mir die Blüten fast wie Orchideen,
die leuchtend am Uferrand so prächtig dort stehen.

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