Zum Läusemelken

Zum Läusemelken

Der Honigtau ist sehr begehrt.
Wenn eine Laus sich grad entleert,
da gibt es viele, die sich freuen
und solch Kontakte gar nicht scheuen.
Zuckersüß ist Läusekot.
Solch ein leckeres Pausenbrot
lassen Ameisen sich gut schmecken.
Wenn sie Läuse irgendwo entdecken,
kommt bald das ganze Ameisenheer
aus dem Nest heraus schleunigst hierher.
Jede Laus wird gründlich kontrolliert,
ob sie nicht hinten was verliert.
Quillt am Anus dann ein Tröpfchen,
lauert schon ein schwarzes Köpfchen
auf das süße Exkrement,
das den Meltau längst schon kennt.
Nähert man sich diesen Pfründen,
aus bestimmten, eignen Gründen,
werden die Emsen höchst aktiv.
Die Geister die man damit rief,
attackieren mit böser Säure fies.
Der Störenfried der merkt bald dies.
Unzählige Tiere kämpfen wild.
Wie eine Schlacht erscheint das Bild.
Meist zieht sich der ganz schnell zurück,
der rüttelte am Zuckerglück.
Beim Läusemelken sind Ameisen
bei ihrer allerliebsten Speisen.
Die teilen sie mit keinem Freund
Sind vielmehr hier im Kampf vereint,
dass von dem köstlich süßen Schatz
kein anderer nascht und dabei schmatzt.
Als ich das Schauspiel fotografierte
und dabei solch ein Blatt tangierte,
da stürmten die Tiere auf das Objektiv –
die Geister die ich gerade rief,
beschlossen, von hieraus wild zu stürmen.
Mir blieb nur noch ganz schnell zu türmen.

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