Dahinter?

Dahinter?

Zum wievielten Mal stand ich da
und sah
zum klaren Sternenhimmel empor
diesem riesigen Tor
vom Horizont zum Zenit.
Eine endlose Weite
Länge und Breite
sind irdene Maße
für eine Milchstraße
verlieren sie ihren Gebrauchswert.
Wem das All gehört,
wissen wir nicht.
All das Sternengelicht,
das ich in dieser Nacht sehe,
ist vielleicht eher noch Nähe.
Kein Mensch erreicht je einen Stern.
Der näheste ist unnahbar fern.
Unwillkürlich
frage ich mich:
Was ist eigentlich dahinter gelegen?
Nichts spricht dagegen,
hinter jedem Sternenobjekt
da steckt
ein weiterer Stern- für uns bereits unsichtbar
und trotzdem da.
Hört das „Dahinter“ irgendwo auf?
In Gedanken da lauf
ich immer weiter in Visionen hinein,
entferne mich vom Hier-nur-Sein.
Die grenzenlose Betrachtung,
die Sternenumnachtung
macht mich nicht religiös
auch nicht nervös.
Ein Ende gibt es nicht überall.
Der Begriff Weltall
bleibt engstirnig trivial.
Über die Zahl der Sterne
zu sinnieren,
ist wie ein Traum.
Jeder Raum
bleibt begrenzt –
die Fantasie
engt sich kaum.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: