Tropfenküsse

Tropfenküsse

Ewig und drei Tage her ist der Tag,
an dem am Himmel etwas Graues lag.
Heute am Morgen war es endlich so weit
Feiner Nieselregen beendet die Trockenheit.
Ich spürte den ersten Regenstaub –
Noch raschelte knisternd vergängliches Laub.
Am Tage zuvor hatten die Winden gelacht
In der milden Brise haben sie gedacht,
der Sommer würde wohl nie vergehen.
Sie haben auch muntere Bienen gesehen.
Im Morgengrauen kam die Kaltfront daher
hatte Wolkendickicht gar regenschwer.
Ein paar Stunden dauerte es – ich war dabei,
da machten sich erste Tröpfchen frei.
Sehen konnte ich diese wirklich nicht.
Vielleicht war zu schwach auch das Tageslicht.

Zu meinen bunten Winden fühlte ich mich hingezogen.
Der Regenstaub hatte sie schwach schon gebogen.
Dann staunte ich mächtig, was ich dort sah:
eine Blüte verzaubert kristallwasserklar.
Unzählige Tropfen hingen wie Perlenköpfe gesät.
Vom Windentrichter ein Funkeln ausgeht,
als wäre die Blume von Geisterhand toll geschmückt
Doch nur nieselnder Regen hat die Pflanze beglückt.
Tröpfelt es weiter zerrinnt die zartwässrige Kunst.
Doch für Momente der Schönheit nutzte sie ihre Gunst.

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