Galläpfelchen

Galläpfelchen

Wie Hexenwerk erschien mir das,
was ich als Kind schon oft entdeckte.
Die Unterseite eines Blattes zeigte etwas,
das meine Neugierde ziemlich weckte.
Da klebten Kugeln rund und grün,
wie von Geisterhand dort hin fixiert.
Im Herbst fingen sie sogar an zu glühen.
Ein Scharlachrot die Bäckchen ziert.
Heut nahm ich Herbstlaub in die Hand,
wollte Farbenvielfalt blicken.
Was ich dann plötzlich darin fand,
ließ Inneres bald wieder ticken.
Eine Eichengallwespe war der Grund
für das Kügelchen am Blatte.
Die Kinderstube wuchs ganz rund.
Die junge Larve somit hatte,
eine schöne Wiege und gut versteckt.
Nun fällt das Blatt mit seiner Galle
Die Wespe ist bald schlüpfbereit.
Sie schneidet aus dem kleinen Balle
ein rundes Loch, das sie befreit.
Ich schau auf diese Wunderwelt,
leg das Blatt auf weiche Erden.
Wenn Frühlingssonne hierhin fällt,
hoff ich auf Schlupf und Werden.
Die kleine Wespe ist auch nur Gast
sucht auf dem Planeten die Eichen.
Sie macht in einem Blatt kurz Rast –
setzt mit der Galle ihr Zeichen.

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