Sanddornlese

Sanddornlese

Im Garten steht ein Sanddornstrauch
da landet nun manch hungriger Bauch.
Der Tisch ist hier noch reich gedeckt
Denn Frucht an Frucht am Zweige steckt.
Im Garten gibt´s nicht mehr viel zu holen.
Birnen und Äpfel sind verschollen.
Die meisten Beerensträucher sind längst leer
Im späten Sommer endete der Verzehr.
Kornelkirschen gab es dieses Mal viele.
Am Boden liegen Stein und Stiele.
Die Trauben vom süßen und wilden Wein
sind auch verdaut – so soll es sein.
Der Holunderbusch mit schwarzen Beeren
lockte sehr bald schon zum Verzehren.
Der Sanddorn ist nun letzter Spender.
Orangerote Früchte sind wie Sender,
die locken Vögel noch ein paar Wochen,
bis letzte Beere abgebrochen.
Dann ist der Garten wohl ohne Frucht.
Die Tierwelt anderes Futter sucht.
Der Sanddorn schmeckt auch Vögeln sauer.
Verschmäht wird er sogar auf Dauer,
wenn anderes Futter Hunger stillt,
bleibt diese Frucht im Dornenschild
bis zum Frühjahr an den Zweigen hängen,
bis neue Kräfte sie absprengen.
Vielleicht keimt dann ein Sanddornstrauch
aus einem kleinen Früchtebauch.

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