Krippenplatz

Krippenplatz

Vier Wochen im Dezember nennt
religiös geprägte Kultur
die Zeit Advent.
Es werden Kerzen angezündet,
bis sich ein Christkind schließlich findet
geboren irgendwo in einem Stall
dann ist wohl Weihnachten der Fall.
Ob Märchen oder doch Realität,
was damals zwischen Schafen steht,
ist ein Krippenbettchen voll mit Stroh
darin ein Baby –
in dulci jubilo.
Heut wird aus Advent meist nur Konsum.
Der Handel möchte dafür alles tun,
um möglichst viel jetzt zu verkaufen.
In all den Städten ja da laufen,
nun viele Menschen hin und her.
Ihre Taschen bleiben selten leer.
Eine Krippe soll Gefühle locken
mit Hirten, Engeln, Weihnachtsglocken.
Oft zeigt sich hier Kitsch glitzergrell
mit Weihnachtsliedern: Ring the bell.

Am Tritonbrunnen in Valletta
bei sonnig warmen Winterwetter
da steht eine Krippe bunt und groß.
Um sie herum ist nun viel los.
Die Figuren haben Menschenmaße
Die Tiere laufen auf der Straße.
Ein Fischerboot ankert am Stall:
ein buntes Treiben überall.
Am Rand da liegt ein müder Schäfer
Der gute Wein macht ihn zum Schläfer.
Er hat sich auf einen Karren gelegt
Scheint glücklich hier, kaum aufgeregt.
Eine Krippe wird hier zur Kulisse.
Ob ich hier irgendwas vermisse?
Aber nein – hier ist Theater der Welt,
das so den meistens schon gefällt.
Man steht und schaut- mancher der lacht,
Ein Pärchen schnell ein Selfie macht.
Dann geht der Menschenstrom schon weiter
bei 20 Grad und wolkenheiter.

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