Tierausstellung

Tierausstellung

Man macht eine Reise in die Ferne
und besucht am Urlaubsort gerne
ein Aquarium oder einen Zoo –
Botanische Gärten sowieso.
Ich war in einem Nationalaquarium.
Lauter Meerestiere waren um mich herum.
Doch nicht nur aus dem nahen Mittelmeer.
Die Tiere kamen aus fast allen Ozeanen her.
Viel gab es zu sehen, darunter marine Leckerbissen
seltsame Tiere, von denen wir wenig wissen.
Auch Insekten und Reptilien waren ausgestellt.
Auch die kamen wohl aus der ganzen Welt.

Alle waren in kleinen Becken eingesperrt –
ein Leben in Freiheit für immer verwehrt.
Ob die Tiere unglücklich im Gefängnis leben,
dazu lässt sich schwerlich eine Antwort geben.
An Futter und Hygiene fehlt es kaum.
Doch ihr elendig kleiner Lebensraum
nimmt ihnen die grenzenlose Freiheit.
Alles ist hier menschengesteuert.
Jeder Besucher erblickt etwas von der Artenvielfalt
vom Indischen Ozean bis zum brasilianischen Regenwald.
Manche Tiere leben sicherer in Zoos als in der Wildnis.
Vor mir habe ich das schöne Bildnis
vielleicht von einem Chamäleon aus Madagaskar.
Es erscheint mir so wunderbar.
Trotzdem bin ich traurig über die Begegnung.
Hier das Tier in immerwährender Einsperrung
dort der Besucher, der für das Schicksal Verantwortung trägt.
Wenn man am Ende des Zoobesuches überlegt,
wie viele Tiere bald nur in Unfreiheit überleben,
weil wir ihnen ihre Lebensräume nehmen,
dann wird aus der ganzen Welt bald ein Zoo.
Was noch da ist, wird ausgestellt – irgendwo.

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