In der Gosse gelandet

In der Gosse gelandet

In der Gosse gelandet
ist heute Morgen mein Blick.
Ein Rest vom gestrigen Regenstück
bleibt nun eiskalt gefangen
in kristallener, gläserner Pracht
seit letzter Nacht.
Auf einmal ist die Gosse so schön.
Es gibt Verzaubertes zu sehen.
Schwebendes Eis bizarr konstruiert
sich mit Asphaltdekor hier liiert.
Was gestern noch Pfütze war,
erscheint nun recht sonderbar.
Wasser fror zuerst mit Gewalt
schuf Stränge, Schwerter recht bald.
Danach fröstelte es eher filigran.
Auf Eisstangen wuchsen Zahn um Zahn.
Gossen am Straßenrand
sind für Ästhetik ziemlich unbekannt.
Staub und Dreck, Abfälliges landet hier
Verkehrsopfer wie flatterndes Vogelgetier.
Die Kehrmaschine vom zuständigen Ort
bürstet den Unrat wöchentlich fort.
Was irgendwann in der Gosse landet,
von der Straße her hier strandet,
wird weggefegt und abgesaugt.
Was in der Gosse liegt, einfach nichts taugt.
Heute zeigt sich ein schöneres Bild.
Eiskonstrukte von Natur aus ganz wild.
Eine Episode als Laune der Natur –
ein Augenblick ohne Futur.

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