Gerhard Laukötter's Blog

Archiv für den Monat März 2019

Dankbarkeit wächst Jetzt, wo das Leben nur so sprießt, wo grünes Blatt die bunte Blüte grüßt, frag ich mich selbst, wie lang mag`s gehen – wie oft darf ich vorm Frühling noch stehen? Vor Jahren waren diese Gedanken fremd. Das Leben lief nahezu ungehemmt. Auch damals fühlte ich schon Frühlingserwachen – konnte mit Osterglocken fröhlich lachen. Sah wilde wie fromme Bienen Blüten bedrängen und den Morgentau am Krokus hängen. Zur Innerlichkeit blieb… Weiterlesen

Vor dem Erblühen Manchmal dauert es schon Tage, manchmal doch nur Stunden dann haben Blüten ihr Gesicht gefunden. Wenn grüne Knospenhüllen brechen, öffnet sich Münder fast zum Sprechen. Verborgenes kommt zögerlich ans Licht Mein Auge in die Tiefe sticht. Das Blütenkleid ist noch gefaltet. Mein Blick sich in die Teile spaltet, die diese Blume mir grad gewährt. Der Rest bleibt züchtig noch versperrt. Geheimnisvoll und doch schon offen lässt die Kuhschelle vieles… Weiterlesen

Vom letzten Jahr Wie spannend zeigt sich Frühlingszeit. Knospen sind täglich platzbereit. Blüten beherrschen nun das Bild von schlehenweiß bis tulpenwild. Das Gras, das ewig stumpf erschien, ist binnen Tage jugendgrün. Nicht alles, was das Aug erspäht, erscheint in frischer Qualität. Der Frühjahrsputz quer durch den Garten darf jetzt wohl länger nicht mehr warten. Vom letzten Jahr blieb so viel liegen Verstreute Blätterreste wiegen windtrocken meist wenig nur an Gewicht. Doch wenn… Weiterlesen

Frühlingsblau Wenn ich jetzt in den Garten schau, färbt früher Lenz manch Blüten blau. Eine Irisgruppe liebt das Azur Gelbe Zungen stören wenig nur. Vom Leberblümchen ist das Blau milder, doch zaubert es sehr schöne Bilder. Buschwindröschen im hellhimmelblau zeigen sich vornehm am Waldrand zur Schau. Wo jetzt Traubenhyazinthen blühen, kann man ein Meer an Blauheit finden. Ein Blau, das oft Violett schon grüßt, zeigen die Veilchen – ihr Duft versüßt die… Weiterlesen

Wie ein Komet am Horizont Ein Flieger zeichnet weiße Streifen, die bald zu Wattebäuschen reifen. Sehr rasch löst sich der Zauber auf. Das Flugzeug nimmt nur seinen Lauf. Immer wieder bin ich fasziniert, was dort oben gerade passiert. Jedes Fluggerät braucht Kerosin. In den Abgasen steckt manches drin, was unser Weltklima zerstört. Kaum jemand ist deshalb empört.

Ein Schiff wird kommen… Ein Schiff wird kommen – ein anderes geht Über beiden ein dunkles Wölkchen weht. Gleich liegt das Monster ruhig am Kai Doch mit der Ruhe ist es dann schnell vorbei. Abertausend Touristen quellen von Bord, überschwemmen gewaltig den Anlegerort. Der Ansturm wird erwartet – alle Geschäfte sind offen Souvenirläden können auf gute Umsätze hoffen. Doofe Andenken von der Insel – in China gemacht sind nun verkäuflich, bis die… Weiterlesen

Lungenkraut Im Wäldchen vorn unter den Buchen brauch ich nicht lang nach ihm zu suchen. Hier find ich reichlich Lungenkraut, das gerade jetzt am schönsten schaut. Seit zwei Wochen in zarten bunten Farben die Blüten hier vom Boden ragen. Wenn eine Knospe neu aufgeht, diese in rotem Kelche steht. Zwei, drei Tage später zeigt diese Blüte ein blaues Violett von feinster Güte.

Verflechtungen Wenn Algen auf Pilze, Pilze auf Bakterien zugehen, kann etwas Neues aus ihnen entstehen. Irgendwann wurden diese Liaisonen perfekt, haben Flechten für sich diese Welt entdeckt. Die neuen Wesen wachsen nun an fast allen Stellen. All ihre Zellen stammen aus zwei verschiedenen Quellen. So sind Flechten irgendwie halbe Pflanzen. Als halbe Pilze besitzen sie Zwitterformat. Manche Grün- oder Blaualge hat sich über eine Pilzbekanntschaft zur Flechte vereint.

Entfaltung Frühlingszeit ist nicht mehr weit. Bald geht es ans Entfalten. Dieses Farnkrautblatt noch eingerollt wird sich von Tag zu Tag allmählich erst gestalten. Schneckenhausähnlich spiralisiert sind zunächst die Blattanlagen. Was wachsend später daraus wird, zeigen tiefere Etagen. Hier sind die Spreiten ausgestreckt zeigen zarte Fiederreihen. Jedes Blatt sich hin zum Lichte reckt. So kann der Farn gedeihen. Entfalten möchten sich auch Menschen gern. In ihnen schlummern Talente. Dem kleinen Kind sind… Weiterlesen

Zur Ewigkeit erstarrt Selten habe ich eine derart lebendige Felswand gesehen. Ein Vulkan musste bersten – wie auf Madeira geschehen. Millionen Jahre sind seither verstrichen. Das Gestein ist nur wenig in seiner Farbigkeit verblichen. Kein Grashalm, kein Mooskissen, kein Flechtenbart kann ich aus der Ferne erkennen – der Fels scheint zu hart. Selbst der raue Wind und die tosende Gischt haben keine Weichheit in die Steilwand gewischt. Wie hat an dieser Stelle… Weiterlesen