Türgesichter

Türgesichter

Sie ist oft die Visitenkarte von einem Haus
sieht – vom übrigen betrachtet – besonders aus.
Wer auf ein Haus zugeht,
stößt meist auf eine Tür aus Holz.
Manche eine ist schlicht, eine andere eher stolz.
In alten Städten bleib ich häufig vor Türen stehen,
will ihre Geschichte und Eigenart sehen.
Der Stil der Zeit spiegelt sich in der Herstellungsart.
Der Reiche will sie prächtig,
der Arme an allem Überflüssigen meist spart.
Eichentüren öffneten mehreren Generationen.
Die Beständigkeit des Holzes sollte sich lohnen.
Die Türen der mittellosen Leute
waren aus Weichholz gezimmert
und sind seltener erhalten bis heute.
Eine alte Haustür liebevoll zu restaurieren,
heißt Handwerkskunst nachhaltig zu studieren.
Neue Türen sind funktional, ohne Schnörkel gestylt.
Etwas Seelenhaftes ist ihnen schon lange enteilt.
Das hat dagegen noch so manch uralte Tür.
Ich finde sie lebendig – ich kann nichts dafür.

In einigen Gassen vom historischen Funchal
werden alte Türen munter bunt auf mal.
Meist sind es schlichte Türen von einfacher Gestalt,
die ihr Bewohner oft lustig bemalt.
Manchmal sind es Botschaften aus der politischen Welt,
die sich in Kleinkunst
dem Betrachter entgegen stellt.
Fröhlich Naives mit Kinderaugen gesehen
soll neben Revoluzzern wie Che Guevara stehen.
Manch eine Zeichnung, die feurig und bunt,
der blättern die Farben bis auf den Grund.
Vielleicht bleibt die Tür weiter Leinwand der Welt,
dass sie Zeitgeschehen hier weiter erzählt.

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