Nahezu unberührte Gewässergüte

Nahezu unberührte Gewässergüte

Ein Eifelbach nicht namenlos
der wurde im Betrachten groß.
Ich stand am Sonntag am Uferrand
und machte mich mit ihm bekannt.
Was mir als erstes gut gefiel,
das war sein schönes Wellenspiel.
Bachwasser floss ins Tal hinab
und jeder Stein im Fließen gab
dem Strömen seine eigene Welle.
Nirgendwo gab es eine gleiche Stelle.
Das Foto, das ich dort gemacht ,
hat mir noch mehr Kenntnisse gebracht. Weiterlesen

Osterpilze

Osterpilze

Eigentlich sind meine Blicke zur Zeit blütenfixiert
doch dann passiert
etwas Sonderbares im Garten.
Das konnte ich kaum so erwarten.
Drei seltsame Pilze kamen wohl über Nacht –
was mich ziemlich stutzig macht.
Große Pilze im April –
macht die Natur jetzt, was sie will?
Dann dämmerte mir ein klärendes Licht.
Gibt es im Frühling Morcheln nicht?
Ganz schnell stand dann fest:
Hier gibt`s Morcheln zum Osterfest. Weiterlesen

Silberblätter

Silberblätter

Der Morgen ist sehr jung
und Sonne steht noch tief
in dieser Dämmerung
bleibt Licht so flach und schief.
Die neuen Seerosenblätter
tauchen vom Grund her auf.
Das milde Frühlingswetter
beschleunigt den Verlauf.
Weinrot zeigen sich Teller,
sie schwimmen auf der Haut.
Wird es nun immer heller,
das Blatt bald grün ausschaut.
Heute zur frühen Zeit
erscheinen Silberspiegel. Weiterlesen

Eine enge Beziehung

Eine enge Beziehung

Gestern auf einem steinigen Weg
fand ich leibhaftig einen Beleg
für eine ganz enge Beziehung zu zweit.
Ein Krötenpaar war zur Hochzeit bereit.
Das Krötenweib trug quasi huckepack
ihren Göttergatten – der aber ohne Frack.
Als er sie traf, sprang er ihr auf den Rücken
begann sie unter die Schultern fest zu drücken
So war die Beziehung sicher und fest.
Die gemeinsame Liebe hielt sie nun fest.
So wanderten die beiden im schwerfälligen Tritt.
Für den Mann da oben war es beinahe ein Ritt. Weiterlesen

Vieltriebig

Vieltriebig

Im späten Herbst nach der ersten Frostnacht
hat Eiseskälte sie umgebracht.
Von der Kermesbeere blieb nur der Stiel –
sein Blätterwerk ein Trauerspiel.
Der lange Schaft vertrocknete bald
und ohne große, körperliche Gewalt,
ließ sich die stolze Pflanze brechen.
Am Ende siegten ihre Schwächen.

Jetzt im April sehe ich den Stumpf,
wo abgebrochen einst der Rumpf.
Um den verblichenen Faserstiel
kommt reichlich Leben neu ins Spiel.
Ein Kranz von Trieben strebt ans Licht. Weiterlesen

Vom Reiz der späten Blüte

Vom Reiz der späten Blüte

Fast geht es mir ein wenig zu schnell,
wenn ich jetzt neue Blüten zähl.
Was gestern noch verschlossen blieb,
öffnete sanft der Frühlingstrieb.
Primeln, Tulpen und Narzissen
um ihre bunte Schönheit wissen.
Sie zeigen sich in bester Farbe
locken von weitem hin zur Narbe.
Die Zeit der Anmut währt nur kurz.
Danach erfolgt oft tiefer Sturz
der Kronenblätter auf die Erde,
dass Humus irgendwann draus werde. Weiterlesen