Gerhard Laukötter's Blog

Archiv für den Monat April 2019

Nahezu unberührte Gewässergüte Ein Eifelbach nicht namenlos der wurde im Betrachten groß. Ich stand am Sonntag am Uferrand und machte mich mit ihm bekannt. Was mir als erstes gut gefiel, das war sein schönes Wellenspiel. Bachwasser floss ins Tal hinab und jeder Stein im Fließen gab dem Strömen seine eigene Welle. Nirgendwo gab es eine gleiche Stelle. Das Foto, das ich dort gemacht , hat mir noch mehr Kenntnisse gebracht. Werbeanzeigen

Osterpilze Eigentlich sind meine Blicke zur Zeit blütenfixiert doch dann passiert etwas Sonderbares im Garten. Das konnte ich kaum so erwarten. Drei seltsame Pilze kamen wohl über Nacht – was mich ziemlich stutzig macht. Große Pilze im April – macht die Natur jetzt, was sie will? Dann dämmerte mir ein klärendes Licht. Gibt es im Frühling Morcheln nicht? Ganz schnell stand dann fest: Hier gibt`s Morcheln zum Osterfest.

Silberblätter Der Morgen ist sehr jung und Sonne steht noch tief in dieser Dämmerung bleibt Licht so flach und schief. Die neuen Seerosenblätter tauchen vom Grund her auf. Das milde Frühlingswetter beschleunigt den Verlauf. Weinrot zeigen sich Teller, sie schwimmen auf der Haut. Wird es nun immer heller, das Blatt bald grün ausschaut. Heute zur frühen Zeit erscheinen Silberspiegel.

Eine enge Beziehung Gestern auf einem steinigen Weg fand ich leibhaftig einen Beleg für eine ganz enge Beziehung zu zweit. Ein Krötenpaar war zur Hochzeit bereit. Das Krötenweib trug quasi huckepack ihren Göttergatten – der aber ohne Frack. Als er sie traf, sprang er ihr auf den Rücken begann sie unter die Schultern fest zu drücken So war die Beziehung sicher und fest. Die gemeinsame Liebe hielt sie nun fest. So wanderten… Weiterlesen

Vieltriebig Im späten Herbst nach der ersten Frostnacht hat Eiseskälte sie umgebracht. Von der Kermesbeere blieb nur der Stiel – sein Blätterwerk ein Trauerspiel. Der lange Schaft vertrocknete bald und ohne große, körperliche Gewalt, ließ sich die stolze Pflanze brechen. Am Ende siegten ihre Schwächen. Jetzt im April sehe ich den Stumpf, wo abgebrochen einst der Rumpf. Um den verblichenen Faserstiel kommt reichlich Leben neu ins Spiel. Ein Kranz von Trieben strebt… Weiterlesen

Vom Reiz der späten Blüte Fast geht es mir ein wenig zu schnell, wenn ich jetzt neue Blüten zähl. Was gestern noch verschlossen blieb, öffnete sanft der Frühlingstrieb. Primeln, Tulpen und Narzissen um ihre bunte Schönheit wissen. Sie zeigen sich in bester Farbe locken von weitem hin zur Narbe. Die Zeit der Anmut währt nur kurz. Danach erfolgt oft tiefer Sturz der Kronenblätter auf die Erde, dass Humus irgendwann draus werde.

Nach dem Regen Nach dem Regenschauer zeigen die Blumen schwere Trauer. Man könnte fast meinen: Knospen und Blüten weinen. Tränenkugeln hängen am bunten Kleid Manche platzen, zerfließen im Leid. Unter dem lastenden Wassergewicht der nasse Kelch bald zu Boden bricht. Zarte Härchen sonst wie Silberwatte fein haften am Körper, kleben gemein.