Gerhard Laukötter's Blog

Archiv für den Monat Mai 2019

Heuschrecklich An der Zierlauchkugel hockte heut eine Heuschrecke für eine Zeit. Sie kletterte durch das Dickicht suchte den Platz im Rampenlicht. Ich kam ihr nah, das merkte sie, bewegte leicht das linke Knie. Danach – es überraschte nicht – die rechte Hüfte die Lethargie unterbricht. Werbeanzeigen

Mutter mit sechs Kindern Ein trautes Glück: denn gleich sechs Stück der flauschig süßen Gänsejungen haben mich zu diesem Bild gezwungen. Der Mutter sind die Küken nah Da sinkt beträchtlich die Gefahr, dass Räuber hier gern Beute machen und so ein Drama schlimm entfachen. Der Nilgansvater, dieser Ganter hockt tief im Schilf als nah Verwandter.

Rotes Kraut im Dünensand Wer seine Augen neugierig gebraucht, seine Blicke bis aufs kleinere Erdreich taucht, der findet auch im späten Lebenssegment noch viele neue Dinge, die der Sinn noch nicht kennt. Auf Texel sind viele Wanderwege aus hellem Dünensand. Nährstoffe im Boden sind nahezu unbekannt. Der Regen wäscht den Humus in tiefe Bodenschichten. Da kann er für viele Pflanzen nur wenig verrichten. Wo Sand sich ziemlich verhärtet, fest verdichtet, ein rotes… Weiterlesen

Grün nachgedacht Fünfundzwanzig Jahre ist es nun schon her – die Familie war gewachsen – Raum musste her. Das Haus stieg in die Höhe – auch drum herum gab es Not. Dort entstanden überdachte Flächen als mehr Wohnungsangebot. Die Dächer der Nebengebäude blieben beide flach. Da wurde der Wunsch nach Begrünung bald wach. Schweißbahn, sandbeschichtet wollten wir so nicht sehen. Es sollte mit dieser Fläche etwas besseres geschehen. Ein Wachstumssubstrat mit recyceltem… Weiterlesen

Goldregen Goldregen- was für eine märchenhafte Illusion – dem braven Mädchen wurde er zum reichen Lohn. Jetzt blüht die Pflanze üppig, ihr Gelb so richtig satt. Ein schöner Strauch, doch der es böse in sich hat. So verschwenderisch sich all die Blüten präsentieren ihre inneren Werte sich in starkem Gift verlieren. Hummeln und Bienen haben Goldregen richtig lieb. Sie werden allzu gern hier zum Pollen- und Nektardieb. Hier brummt und summt es… Weiterlesen

Einfach nur Sand Ein falscher Griff meiner Hand der fand den Auslöser am Fotoapparat. Der macht ein ungewolltes Bild, dem nun meine Betrachtung gilt. Es ist natürlich der Strand, wo das Missgeschick entstand. Der Sand am Meer ist eigentlich ereignisleer. Er wird durchspült von Wellenkräften durchgewühlt. Er wird verweht. Manch Sandkorn geht mal wieder auf die Reise – und das so ziemlich leise.

Am Straßenrand Am Straßenrand nicht weit vom Strand da fand ich tausend Orchideen – kein Auto blieb dort stehen. Kaum ein Touristenblick erspähte dieses bunte Glück purpurner Knabenkräuter Die Räder rollten weiter. Der weiße Strand mit feinstem Sand das war das Ziel das sehr gefiel. Hier war die Welt richtig gestellt zum Urlaubzeit genießen.

Ein Weg ins Leben Über den Flächenverbrauch will z. Z. keiner sprechen. In der grassierenden Wohnungsnot brechen Ziele des Bodenfreiflächenschutzes wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Denn viel zu wenige Schaufelbagger rammen ihre Zähne in noch intakte Bodenökosysteme hinein. Wohnungsbau muss in Wirtschaftswachstumszeiten einfach nur sein. Es gibt Orte, da rudert die Natur ein wenig zurück – so wie bei diesem ungepflegten Wegesstück. Die Betonplatten sind vom hohen Alter gegerbt. Das freudlose… Weiterlesen

Gänseblümchenmeer Eigentlich ist es nur ein Fusballspielfeld vielleicht aber das schönste auf der Welt. Im Vorbeifahren auf dem Weg zum nächsten Ziel kamen urplötzlich wahnsinnig viele Gänseblümchen ins Spiel. Ich sah, vom satten Maiengrün umrahmt, was ich niemals zuvor wohl so geahnt, ungewarnt eine große schneeweiße Fläche, worauf hin ich die Weiterfahrt abrupt unterbreche. Erst dachte ich, ist das feinsplittriger Schotterbelag? Doch wenn so etwas auf einem Sportplatz lag, wäre das Spiel… Weiterlesen