Einfach nur Sand

Einfach nur Sand

Ein falscher Griff meiner Hand
der fand
den Auslöser
am Fotoapparat.
Der macht
ein ungewolltes Bild,
dem nun meine Betrachtung gilt.
Es ist natürlich der Strand,
wo das Missgeschick entstand.
Der Sand am Meer
ist eigentlich ereignisleer.
Er wird durchspült
von Wellenkräften durchgewühlt.
Er wird verweht.
Manch Sandkorn geht
mal wieder auf die Reise –
und das so ziemlich leise.

Was ich am Boden grad noch seh,
sind Körner kleinster Art.
Je länger ich davor hier steh,
gehen Gedanken auf die Fahrt.
Wie war die Reise eines jeden Korn,
bevor es hier am Strand gelandet?
Wo beginnt die Geschichte ganz von vorn,
von dem, was hier gestrandet?
Was passiert in Zukunft mit dem Sand,
wenn Meeresspiegel steigen?
Liegt Zukunft noch in unserer Hand –
was wird sie wem dann zeigen?

Die Tage am Strand sind längst verweht.
Das Leben dreht sich weiter.
An diesem Sandbild keiner mehr steht.
Der Himmel zeigt sich heiter.
Der weiße Strand im Wellenbad
wird viele Menschen locken.
Wer einen schönen Tag dort hat,
streut abends Sand aus Socken.

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