Warten auf den Rambler

Warten auf den Rambler

Bobbie James so hieß ein besonderer Rosenstrauch,
in dessen Lebenslauf ich heute tauch.
Es mögen so etwa zehn Jahre her sein,
da kam diese Pflanze in unseren Garten herein.
Mit voller Absicht war diese Rose gewählt,
weil sie sich weniger beim Hochklettern quält.
Prophezeit waren Höhen von zehn Metern gut,
die dieser Rambler richtig gern klettern tut.
Die ersten Jahre schob Bobbie James viele lange Triebe –
doch zum Klettern fehlten die Kraft und die Liebe.
Zwei Meter hat die Pflanze mit Mühe geschafft.
Dann endete der Schwung verließ sie die Kraft.
Die Zweige sanken zu Boden verhakten sich zum Gebüsch.
Das war nicht der Plan und zudem weniger hübsch.
Auch in den weiteren Jahren war kein Aufstiegswille –
Um Höchstleistungen blieb es lange stille.
Wühlmäuse nagten gern an den Wurzelspitzen,
blieben dort gern in ihren Gängen sitzen.
Dann kam der Tag, der irgendwie die Wende gebracht.
Mit Schafwolle wurde nun gefüllt jeder Schacht.
Ein ganzer Sack davon verschwand im Erdenreich.
Die Wirkung trat ein und zwar ziemlich sogleich.
Bobbie James trieb wie nie, erklomm den Birnbaum.
Die Rose erblühte bald als duftender Traum.
Fünf Meter sind inzwischen locker erreicht.
Doch das Wachstum rasant in die Höhe nun zeigt.
Es ist eine Wonne, diese Pracht zu erblicken.
Die Augen sind gierig und voller Entzücken.
Ich freue mich schon jetzt auf das kommende Jahr.
Ist Bobbie James seinem Höhepunkt dann schon sehr nah?
Jetzt ist diese Rose auf ihrem richtigen Weg nach oben.
Auch spätes Glück gilt es, mal richtig zu loben.

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