Gerbera

Gerbera

Früher fand ich diese Blumen fast zu schön,
um wahr zu sein.
Ihr Aussehen war einfach zu edel, zu fein.
Gerberen wurden gern zu Anlässen verschenkt –
oft mit Glückwunschzeilen drangehängt.
Ich liebte eher die wilden Blumen am Wiesenrain –
die sollten, frisch gepflückt, in die Vasen hinein.

Später erfuhr ich noch mehr über Gerberenpflanzen.
Das schliff noch weiter die scharfen Lanzen,
die ich gegen käuflichen Blumenschmuck trieb.
Etwas von alldem bis heute noch blieb.
Gerberen wird oft der Boden entzogen.
Aus Nährlösungen wird ihr Wachstum gesogen.
Erdiger Kontakt wird peinlichst vermieden –
aus hygienischen Gründen wohl entschieden.
Da der Stängel zu schwach, die Blüten zu halten,
muss ein starker Draht seines Amtes walten.

Vor einiger Zeit, ich weiß nicht mehr den Grund,
machte eine Gerbera unser Wohnzimmer bunt.
Eine rosa Blüte in absoluter Perfektion
streckte sich in die Höhe, war schön ziemlich schon.
Sie wuchs sogar in der Erde in einem kleinen Topf.
Nach knapp drei Wochen war verblüht dieser Kopf.
Wir setzten sie nach draußen in ein Blumenstaudenbeet –
etwas sonnengeschützt, wo der Wind nicht hart weht.
Dort blieb sie und war darauf bald ganz vergessen.
Sie konnte sich in der Freiheit
mit den Nachbarn kaum messen.
Doch dann schob sie neue Blätter groß, saftig und grün
und als in der Mitte eine neue Knospe erschien,
schaute ich die kleine Gerbera dankbar an –
jeden Tag bis die herrliche Blüte dann kam.
Ich freute mich sehr über das hübsche Blumengesicht.
Es entwuchs aus dem Boden und kam hier ans Licht.

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