An dieser Stelle…

An dieser Stelle…

An dieser Stelle wuchsen Eichen
Jetzt starre ich
auf Stümpfe und Leichen.
Ihre Stämme liegen daneben auf dem Feld –
die bringen sicher noch etwas Geld.
Ich suche nach Gründen für ihr Sterben.
War Krankheit Ursache für ihr Verderben?
Oder sollten sie nur einfach weg.
Irgendein Mittel das heiligt jeden Zweck.

Ich erkenne noch die vielen Jahresringe –
Wenn es bloß nach dem Baume ginge,
dann wären sicher noch weitere hinzu gekommen.
Das jähe Ende macht mich beklommen.
Waren die Bäume zu hoch –
ihre Holzlast zu schwer?
Wurden sie gefährlich dem menschlichen Verkehr?
Seitdem die Stürme Rekorde brechen,
wir ständig über Klimawandel sprechen,
fallen viel mehr Bäume überall um.
Nicht selten gab es zuvor Motorsägengebrumm.

Ein bräunlicher Pilz wird zum letzten Lebenszeichen,
ehe die Fasern des Holzes der Zersetzung weichen.
Bei jedem Mord ermittelt die Kriminalpolizei.
Den Tod der Eichen lockt niemand herbei.
An dieser Stelle…. ich kenn so viele Orte
fehlt die beste Natur – und mir längst die Worte.
Könnte ich nur die Zeitläufe zurückdrehen,
was dürfte ich dann alles wohl wiedersehen.
An dieser Stelle da endet nun ein Gedicht –
die Zerstörung irdischer Natur
leider nicht.

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