Nur Verzicht bringt Licht

Nur Verzicht bringt Licht

Staatliche Politik schafft ihn wohl nicht:
einen drastischen, ehrlichen Wachstumsverzicht.
Dem Klimawandel wird nur ein wenig entgegengewirkt.
Ein fernes Ziel auf einer langen Strecke markiert.
Wohlstand und Wachstum werden beschworen.
Nur eine boomende Wirtschaft ist scheinbar geboren,
die Umwelt zu schützen, das Klima zu bessern,
damit schmelzende Eispole nicht Küstenstädte verwässern.
Mit der aktuellen Politik wird fast gar nichts gelingen.
Sie wird nur noch rascher Probleme näher bringen.

Einzig und allein Verzicht bringt etwas Licht
in eine Welt, die an der Menschheit zerbricht.
Individuelle Mobilität in spürbarem Maße aufzugeben,
hilft der Natur zu vielfältigerem Leben.
Auf ferne Reisen mehr und mehr zu verzichten,
dass bedeutet, man muss weniger Kerosin vernichten.
Verbrennungsmotoren dürfen nicht mehr zünden.
Wer fahren will, muss Wege finden,
wie Energie sich stetig erneuert
und man mit ihr nur weiterhin steuert.
Wir könnten gefräßiger Weltmeister bald sein
wohl im Verzehr von Rind und von Schwein.
Wenn wir auf hohen Fleischkonsum verzichten,
brauchen wir über Tierwohl nicht so oft berichten.
Einmal in der Woche ein Fleischgericht –
unsere Urgroßeltern kannten es anderes nicht.
Damals freute man sich über den Sonntagsbraten.
Man konnte dafür eine Woche wohl warten.
Lebensmittel angereist aus der ganzen Welt,
gibt es zu kaufen sogar für wenig Geld.
Nur noch das essen, was stammt aus der Region,
hieße zu verzichten – doch was wäre der Lohn?
Waren müssten kaum bewegt werden- es stirbt der Verkehr.
Weniger Angebote beim Discounter sind in Wirklichkeit mehr.
Die Wohnungsnot in den Städten schreit laut nach Neubau.
Das bedeutet noch mehr Flächenfraß und zwar hektargenau.
Würde aller Wohnraum doch nur richtig genutzt,
wäre dieser Mangel erheblich gestutzt.
In NRW ist bereits jeder vierte Quadratmeter entökologisiert.
Mit jedem weiteren Meter die Welt an Boden verliert.
Kein Boden darf mehr für die Wirtschaftskraft weichen.
Wir haben schon zu lange zu viele Bodenleichen.

Nur der konsequente Verzicht bringt wieder etwas Licht,
ändert eine entgleiste Welt, die sich bisher nur widerspricht.
Gelingt dieser Verzicht, wie viele meinen, aber nicht,
dann treibt diese ach so schöne bunte, lebenswerte Welt
in ein Fiasko, aus dem sie nicht mehr in die Zukunft fällt.
Wir müssen auch an der Fülle von Menschen verzichten.
Überbevölkerung wird diesen Planeten noch schneller vernichten.
In vielen Ländern sind dazu ihre Bewohner extrem luxusverwöhnt,
was die Ärmsten der Armen tagtäglich verhöhnt.
Wo fange ich selbst mit meinem Verhalten denn an?
Sich Gedanken zu machen, darüber schreiben und dann?
Nur die Tat kann jetzt zählen, Diskussionen ermüden.
Heute ziehen am Sorgenhimmel wieder Kraniche nach Süden.

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