Fuß fassen

Fuß fassen

Wie man sieht
hat es diese Buche nicht leicht,
Fuß zu fassen.
Erst wenn Gestein erweicht,
dann lassen
Wurzeln sich in die Tiefe senden.
An beiden Enden
kämpft der Baum ums Leben.
Unten sucht er Wasser,
nährende Ionen
Oben konkurriert er in Zonen,
wo das Sonnenlicht
Energie verschenkt.
Das Schicksal hängt
zwischen Wurzelspitze
in der Kalksteinritze
und dem jüngsten Buchenblatt,
das sich gerade entfaltet hat.
Seinen Platz finden in der Welt
Zwischen Armut und Reichengeld
zwischen Humus und Asphalt
zwischen jung und alt.
Kein Wesen bleibt spurenlos.
Ob klein oder groß
macht keinen Unterschied.
Wie eine Kette Glied an Glied
spannt sich der lebendige Weg
Entwicklung ist der Beleg –
dass Vergangenes die Zukunft bereitet
Jeder Anfang wird begleitet.
Jedes Ende gibt sein Erbe weiter
Das Ende dieser Leiter
liegt in den Fernen.
Hinter den Sternen
macht unser Blick Pause.
Unser Zuhause
ist zum Beispiel die junge Buche
auf der Suche
nach Standfestigkeit,
nach Gemeinsamkeit
im Lebensverbund.
Noch haben wir Grund,
Zukunft zu erhoffen.
Wege dazu
sind beinahe noch offen.

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