Lapislazuli

Lapislazuli

Lapislazuli –
was für eine Wortmelodie!
Ich kenne kaum ein Blau,
das so fulminant strahlt ,
was gemörsert als Pulver
den schönsten Himmel auf Erden malt.
Wie komme ich dieser Farbe
nur adjektivisch nah?
Was hier bei der Mineralisierung
im Gestein geschah,
vollendet natürliches Blau.
Manch schillernder Pfau
zeigt auf seinem Schmuckfederrad,
diese Farbsensation
im Meer von Buntheit
gerade diesen Ton.
Auch das Tagpfauenauge
mit seinem hübschen Schuppenkleid
besitzt einen blauen Fleck,
macht es die Flügel in der Sonne breit.
Aber auch Blumen wettstreiten,
welches Blau wohl das Edelste sei.
Enzian, Wegwarte, Iris und Akelei
Kornblume, Ehrenpreis und Eisenhut
sie alle färben blaue Blüten sehr gut.
Das lebendige Blau bleibt zeitlich beschränkt,
wenn man an die jeweilige Lebensdauer denkt.
Der Lapislazuli kennt diesen Wandel nicht.
Auch tausend Jahre später
kein bisschen Farbenverzicht.
Es bleibt nach wie vor
dieses wahnsinnige Blau,
auf das ich verwundert immer noch schau.

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