Rätselhaftes Eis

Rätselhaftes Eis

Wie Daunenfedern flauschig weich –
man findet schwer nur den Vergleich –
für das, was hier ganz früh geboren ist
und das meine Auge kaum vergisst.
Hier zeigt sich kaum ein fein Gefieder.
Auch Pflanzliches liegt nicht darnieder.
Kein Gras, kein Moos ruht hier am Fleck.
Rätselraten macht wenig Zweck.
Was sich in schönsten Formen zeigt,
ist Wasser nur, das eisig schweigt.
Ich traf dieses wunderbare Bild
nicht in der Natur, die ursprungswild.
Ganz anders war das Rendezvous:
Mein Auto fror über Nacht wohl zu.
Die traumhaft schönen Kreationen
wollten auf der Frontscheibe wohnen.
Gerade blinkte das erstes Sonnenlicht,
da schaute ich auf diese Eisesschicht.
Wenn ich fahren wollte,
war kratzen angesagt
Das herrliche Eis
wär dann nicht mehr gefragt.
Die Kälte würde bald auch wieder weichen.
Das brächte tropfende Wasserteilchen.
Es sah nicht gut aus,
für das, was die Natur hier geschenkt.
Doch niemand traurig darüber denkt.
Der Anblick bleibt für immer verschwunden:
fedriges Eis blitzte auf für ein, zwei Stunden.

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