Schöne Scheiße!

Schöne Scheiße!

Diese Redensart hat man schon mal auf der Lippe
und ist meist nicht so ernst gemeint – wie ich tippe.
Solch ein meist selbstironischer Fluch
sagt in seiner Kürze genug.
Spät in der vorletzten Nacht
hat die Himmelklarheit spät noch Frost gebracht.
Bei meinem früh morgendlichen Gang
hier und da etwas Reifzucker sprang
mir in die Augen und zwang
mich, näher hinzusehen,
um genau auszuspähen,
was der Frost so sonderlich schmückt
und meinen Rücken tiefer hinab drückt.
Ich sah Rosetten aus feinstem Eis:
Seine Farbe strahlte im hellsten Weiß.
Wie Eisblumen lagen sie verstreut.
Mich hat das ein wenig erfreut.
Doch dann bekam ich fast Atemnot:
Die weiße Eisespracht zierte Hundekot.
Innerlich musste fast wieder lachen
über solch merkwürdig gefundene Sachen.
Es gab noch mehr von solchen Stücken,
die der Reif durfte herrlich so schmücken.
Da soll es doch wirklich nur heißen:
Es gibt sie die schönen Scheißen.

Ein Gedanke zu “Schöne Scheiße!

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