Lupinen

Lupinen

Was war ich stolz als kleiner Mann –
am Muttertag war es irgendwann –
da kam ich mit einem blauen Strauß
ganz stolz zurück ins Elternhaus.
Die Lupinen blühten damals wie heute im Mai.
Im Neubaugebiet wuchsen sie auf Brachen ganz frei.
Ich war sehr beeindruckt von der üppigen Blütenpracht.
Diese hab ich meiner Mutter zum Geschenk gemacht.
Sie war auch sehr dankbar, suchte einen großen Krug;
Denn Blütenstiele gab es mehr als genug.
Dann stand er im Wohnzimmer mitten auf dem Tisch
dieser herrliche Blumenschmuck und superfrisch.
Nach ein paar Stunden kam ich schauend noch mal zurück.
Da war etwas heruntergefallen von dem Glück.
Einige der Blüten waren einfach auf die Decke gefallen
und es schien so, als drohte dieses Schicksal bald allen.
Am nächsten Tag gingen noch mehr Blüten verloren –
als hätte ein Unhold die Lupinen geschoren.
Jetzt musste der Strauß die gute Stube wieder verlassen.
Ich konnte das traurige Schicksal einfach nur hassen.
Meine Mutter sah das gnädig und erzählte mir dann,
dass ich mit Margeriten auch Freude bringen kann.
Die würden länger als eine Woche ihre Blüten behalten
und könnten im Zimmer ihre Schönheit entfalten.

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