Randerscheinungen

Randerscheinungen

Ein Feldweg, den ich oft begehe
beginnt zuhause ganz in der Nähe.
Links wächst mal Mais oder dann Gerste.
Rechts erfolgt bald der Grünschnitt und zwar der erste.
Der Saum dazwischen lebt als Brache
Der Zufall wächst hier in eigener Sache.
Wildkräuter, Gräser, Schlehengebüsch
machen den Streifen nicht sonderlich hübsch.
Doch führt die Natur noch etwas Regie.
Auf den Feldern daneben herrscht Monotonie.
Ein paar Meter des Weges sind heftig erblüht.
Solch ein Reichtum sich fast paradiesisch anfühlt.
Manche Pflanzen sind an dieser Stelle ganz neu –
worüber ich mich natürlich sehr freu.
Das kleine Wunder kommt nicht von irgendwoher.
Eine Wildkräuterblühmischung musste schon her.
Doch die fiel dann auf fruchtbaren Boden,
machte den Ackerrand maifrühlingsbunt.
Diese kleine Aktion ist für viele Tiere ein Grund,
auf den Blüten zu verweilen, am reichen Tisch zu essen.
Manch armes Insekt hat das schon längst vergessen.
Bienen, Käfer, Schmetterlinge wie Wanzen
immer seltener fröhlich in den Mai hinein tanzen.
Blühstreifen sind Pflaster für die kleineren Wunden.
Für das Insektensterben sind aber noch keine Mittel gefunden.
Hier reichen keine Randstreifen auch von schönster Güte.
Zur Hauptsache müssen Flächen werden in wildester Blüte.
Verzichten wir auf große Areale zu Gunsten der Natur,
brauchen wir keine Randstreifen mit einer Alibikultur.

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