Mutter mit sechs Kindern

Ein trautes Glück:
denn gleich sechs Stück
der flauschig süßen Gänsejungen
haben mich zu diesem Bild gezwungen.
Der Mutter sind die Küken nah
Da sinkt beträchtlich die Gefahr,
dass Räuber hier gern Beute machen
und so ein Drama schlimm entfachen.
Der Nilgansvater, dieser Ganter
hockt tief im Schilf als nah Verwandter. Weiterlesen

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Rotes Kraut im Dünensand

Wer seine Augen neugierig gebraucht,
seine Blicke bis aufs kleinere Erdreich taucht,
der findet auch im späten Lebenssegment
noch viele neue Dinge,
die der Sinn noch nicht kennt.
Auf Texel sind viele Wanderwege aus hellem Dünensand.
Nährstoffe im Boden sind nahezu unbekannt.
Der Regen wäscht den Humus in tiefe Bodenschichten.
Da kann er für viele Pflanzen nur wenig verrichten.
Wo Sand sich ziemlich verhärtet, fest verdichtet,
ein rotes Kraut von seiner Existenz zart berichtet.
Es wächst ultraflach, Stiele wagen sich nicht in die Höhen.
Von Blüten kann ich bislang leider nichts hier sehen. Weiterlesen

Grün nachgedacht

Grün nachgedacht

Fünfundzwanzig Jahre ist es nun schon her –
die Familie war gewachsen – Raum musste her.
Das Haus stieg in die Höhe –
auch drum herum gab es Not.
Dort entstanden überdachte Flächen
als mehr Wohnungsangebot.
Die Dächer der Nebengebäude blieben beide flach.
Da wurde der Wunsch nach Begrünung bald wach.
Schweißbahn, sandbeschichtet wollten wir so nicht sehen.
Es sollte mit dieser Fläche etwas besseres geschehen.
Ein Wachstumssubstrat mit recyceltem Schutt
war für die kleinen Pflanzen ausreichend und gut. Weiterlesen

Goldregen

Goldregen

Goldregen- was für eine märchenhafte Illusion –
dem braven Mädchen wurde er zum reichen Lohn.
Jetzt blüht die Pflanze üppig, ihr Gelb so richtig satt.
Ein schöner Strauch, doch der es böse in sich hat.
So verschwenderisch sich all die Blüten präsentieren
ihre inneren Werte sich in starkem Gift verlieren.
Hummeln und Bienen haben Goldregen richtig lieb.
Sie werden allzu gern hier zum Pollen- und Nektardieb.
Hier brummt und summt es morgens früh bis in die Nacht
Jede der Blüten Fluginsekten genusssüchtig macht. Weiterlesen

Einfach nur Sand

Einfach nur Sand

Ein falscher Griff meiner Hand
der fand
den Auslöser
am Fotoapparat.
Der macht
ein ungewolltes Bild,
dem nun meine Betrachtung gilt.
Es ist natürlich der Strand,
wo das Missgeschick entstand.
Der Sand am Meer
ist eigentlich ereignisleer.
Er wird durchspült
von Wellenkräften durchgewühlt.
Er wird verweht.
Manch Sandkorn geht
mal wieder auf die Reise –
und das so ziemlich leise. Weiterlesen

Am Straßenrand

Am Straßenrand

Am Straßenrand
nicht weit vom Strand
da fand
ich tausend Orchideen –
kein Auto blieb dort stehen.
Kaum ein Touristenblick
erspähte dieses bunte Glück
purpurner Knabenkräuter
Die Räder rollten weiter.
Der weiße Strand
mit feinstem Sand
das war das Ziel
das sehr gefiel.
Hier war die Welt
richtig gestellt
zum Urlaubzeit genießen. Weiterlesen

Der Weg ins Leben

Ein Weg ins Leben

Über den Flächenverbrauch will z. Z. keiner sprechen.
In der grassierenden Wohnungsnot brechen
Ziele des Bodenfreiflächenschutzes wie ein
Kartenhaus in sich zusammen.
Denn viel zu wenige Schaufelbagger rammen
ihre Zähne in noch intakte Bodenökosysteme hinein.
Wohnungsbau muss in Wirtschaftswachstumszeiten einfach nur sein.

Es gibt Orte, da rudert die Natur ein wenig zurück –
so wie bei diesem ungepflegten Wegesstück.
Die Betonplatten sind vom hohen Alter gegerbt.
Das freudlose Grau durch Moose und Pflanzen gefärbt.
Der anfangs leblose Weg bekommt eine atmende Haut,
die für die meisten Menschen unordentlich ausschaut.
Wie viele Arten sind hier bereits wieder angekommen? Weiterlesen

Gänseblümchenmeer

Eigentlich ist es nur ein Fusballspielfeld
vielleicht aber das schönste auf der Welt.
Im Vorbeifahren auf dem Weg zum nächsten Ziel
kamen urplötzlich wahnsinnig viele
Gänseblümchen ins Spiel.
Ich sah, vom satten Maiengrün umrahmt,
was ich niemals zuvor wohl so geahnt,
ungewarnt eine große schneeweiße Fläche,
worauf hin ich die Weiterfahrt abrupt unterbreche.
Erst dachte ich, ist das feinsplittriger Schotterbelag?
Doch wenn so etwas auf einem Sportplatz lag,
wäre das Spiel ständig ein gefährlicher Ort.
Aber dieser Gedanke flog bald wieder fort,
als ich erkannte, was für das Weiße der Grund:
blühende Gänseblümchen öffneten
mir staunend meinen Mund. Weiterlesen

Nahezu unberührte Gewässergüte

Ein Eifelbach nicht namenlos
der wurde im Betrachten groß.
Ich stand am Sonntag am Uferrand
und machte mich mit ihm bekannt.
Was mir als erstes gut gefiel,
das war sein schönes Wellenspiel.
Bachwasser floss ins Tal hinab
und jeder Stein im Fließen gab
dem Strömen seine eigene Welle.
Nirgendwo gab es eine gleiche Stelle.
Das Foto, das ich dort gemacht ,
hat mir noch mehr Kenntnisse gebracht. Weiterlesen

Osterpilze

Osterpilze

Eigentlich sind meine Blicke zur Zeit blütenfixiert
doch dann passiert
etwas Sonderbares im Garten.
Das konnte ich kaum so erwarten.
Drei seltsame Pilze kamen wohl über Nacht –
was mich ziemlich stutzig macht.
Große Pilze im April –
macht die Natur jetzt, was sie will?
Dann dämmerte mir ein klärendes Licht.
Gibt es im Frühling Morcheln nicht?
Ganz schnell stand dann fest:
Hier gibt`s Morcheln zum Osterfest. Weiterlesen